Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ist in vielen Branchen bereits ein fester Bestandteil der täglichen Prozesse geworden. Auch im Gesundheitswesen macht diese stetige Entwicklung nicht halt. Doch ist die Klinik- und Spitalwelt wirklich bereit für den nächsten Schritt oder sollte zunächst ein Schritt zurückgemacht werden?

Alte Software als Stolperstein

Ob man es glaubt oder nicht, aber wenn man hinter die Kulissen schaut, sieht die Realität bezüglich digitalen Fortschrittes, effizient vernetzten Daten und modernen Arbeitsabläufen nicht sehr zukunftsweisend aus. Nicht selten sind immer noch Klinikinformationssysteme und andere Softwarelösungen aus den 90er Jahren im Einsatz. Technisch sind diese solide und erfüllen ihren damaligen Zweck, jedoch wurden diese Systeme nie für die Anforderungen von heute konzipiert, geschweige denn für die Integration von KI. Natürlich können alte Anwendungen an neue Bedingungen angepasst werden, aber dafür muss besonders ein Blick auf das Fundament gelegt werden.

ERP als unabdingbares Fundament

Es ist ein bisschen wie bei einer prachtvollen Villa, die auf Sand gebaut wurde: Nach aussen wirkt alles eindrucksvoll, aber das Fundament ist nicht tragfähig. Und so schön die Villa auch sein mag, es entstehen durch das wackelige Fundament Risse, die zwar immer wieder geflickt werden können, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Villa mit der Zeit immer mehr Gefahr läuft zu kollabieren. 

Egal, wie viele neue Technologien zur Verfügung stehen – ohne ein stabiles Fundament geht es also nicht. Im Klinikbereich übernehmen moderne ERP-Systeme wie Microsoft Dynamics 365 Business Central diese zentrale Rolle. Sie schaffen die Basis, auf der alle weiteren Digitalisierungsinitiativen – und damit auch Künstliche Intelligenz – erst möglich werden. Denn nur, wenn sämtliche Prozesse sauber abgebildet sind, Stammdaten aktuell sind und Schnittstellen offen und flexibel gestaltet sind, kann KI auch wirklich Mehrwert liefern.

Wie fit sind also die Spitäler für die Zukunft?

Im Gesundheitswesen sind hohe Standards gefragt, wenn es um die Genauigkeit und Richtigkeit von verarbeiteten Daten geht. Deswegen ist der Digitalisierungsprozess der richtige Weg, um potenzielle Fehlerquellen zu minimieren. Damit keine Stolpersteine auftauchen, sollte zunächst immer geklärt werden, ob das bestehende System überhaupt digitalisierungsfähig ist und ob es mit den aktuellen Anforderungen Schritt halten kann. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, rückt der Einsatz von KI-Anwendungen in den Bereich des Realistischen und die jeweilige Institution kann den zukunftsweisenden Weg der Digitalisierung einschlagen.

Was kann KI im Spitalwesen an Aufgaben abnehmen?

Künstliche Intelligenz kann besonders dort Zeit sparen, wo Zeit eine wichtige Rolle spielt, nämlich in der medizinischen Versorgung und Betreuung von Patienten. Mit dem richtigen Fundament (beispielsweise Microsoft Dynamics 365 Business Central) können mit Hilfe von Microsoft Cloud-Technologien bereits heute viele KI-Lösungen direkt eingebunden werden. Erweiterungen für das Patientenmanagement erlauben z.B. die Einbindung von Modulen für digitale Patientenakten (EMR), Verwaltung von Patienten, Rezepten und Abrechnungen. Dank Schnittstellen mit anderen Systemen kann KI die Integration von Labor- oder Diagnosedaten erleichtern, die Dokumentationsqualität verbessern und ermöglicht umfassende Auswertungs- und Compliancefunktionen. In Bezug auf Nachfrage- und Bestandsprognosen können der Verbrauch und die Lagerbewegungen automatisch analysiert werden, um Engpässe zu vermeiden und die Medizinprodukteversorgung effizient zu steuern. Dies sind nur einige von vielen Möglichkeiten, bei denen die KI unterstützen kann und somit Prozesse in Kliniken und Spitäler effizient optimiert.

Fazit

Für die Zukunft der Kliniken und Spitäler gilt: Wer von KI profitieren will, muss zuerst das eigene Fundament erneuern. Viele bestehende Systeme stammen aus den 90ern und sind nicht für den Digitalisierungsschub vorbereitet. Die Einführung einer modernen, vollintegrierten ERP-Lösung wie Business Central ist der Schlüssel. Erst wenn das Fundament stabil ist, kann Künstliche Intelligenz ihr Potential entfalten – zum Wohl von Patienten und Klinikmitarbeitenden.